Otto Rank war eine einflussreiche Persönlichkeit auf dem Gebiet der Psychologie, insbesondere bekannt für seinen Fokus auf Kreativität und künstlerischen Ausdruck. Er gehörte ursprünglich zum engeren Kreis von Sigmund Freud und trug zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Entwicklung der psychoanalytischen Theorie bei. Im Laufe der Zeit entfernte sich Rank von Freuds Ideen und betonte die Bedeutung der Individualität und des kreativen Prozesses statt rein unbewusster Triebe. Rank schlug vor, dass Kreativität ein grundlegender Aspekt der menschlichen Erfahrung ist und persönliche Entwicklung mit kultureller Produktion verbindet. Er glaubte, dass künstlerischer Ausdruck ein wesentlicher Bestandteil des Verständnisses des menschlichen Zustands ist und dem Einzelnen als Mittel dient, sich seinen Ängsten und existenziellen Sorgen zu stellen. Seine Arbeiten erforschten die psychologischen Grundlagen künstlerischer Bemühungen und die transformative Kraft der Kreativität. Zusätzlich zu seinen Kreativitätstheorien entwickelte Rank Konzepte rund um den menschlichen Willen und die Bedeutung der Selbstverwirklichung. Seine Schriften ermutigten Therapeuten, das kreative Potenzial ihrer Patienten zu berücksichtigen, und plädierten für einen ganzheitlicheren Therapieansatz, der die Bedeutung des persönlichen Sinns und Zwecks im Leben anerkennt. Ranks Beiträge haben ein bleibendes Erbe hinterlassen und sowohl die Psychologie als auch die Künste beeinflusst, indem sie das dynamische Zusammenspiel zwischen Kreativität und psychischer Gesundheit hervorheben.
Otto Rank wurde 1884 in Wien, Österreich, geboren und war stark vom kulturellen und intellektuellen Umfeld der Stadt beeinflusst. Er arbeitete zunächst mit Freud zusammen und war maßgeblich an der Erweiterung der psychoanalytischen Theorie beteiligt.
Rank ist vor allem für sein Konzept des „Willens“ und dessen Zusammenhang mit Kreativität bekannt und argumentiert, dass persönliche Erfüllung durch den Ausdruck der einzigartigen Talente und Perspektiven eines Menschen entsteht.
Im Laufe seiner Karriere hat Rank ausführlich über das Zusammenspiel von Psychologie und Kunst geschrieben und dabei die Diskussion um Kreativität als wesentlich für das individuelle und gesellschaftliche Wohlergehen hervorgehoben.