Ein Duell besteht nur aus zwei Morden, die sich darauf einigen, abwechselnd zu versuchen, sich gegenseitig zu töten.
(A duel is just two murders who agree to take turns trying to kill each other.)
Das Zitat aus „Seventh Son“ von Orson Scott Card stellt eine zum Nachdenken anregende Perspektive auf Duelle dar und legt nahe, dass es sich dabei nicht um glamouröse Wettkämpfe um die Ehre handelt, sondern vielmehr um einen Mechanismus, mit dem zwei Individuen sich gegenseitig Gewalt antun. Indem der Autor ein Duell als Vereinbarung zwischen zwei Mördern darstellt, hinterfragt er die romantisierten Vorstellungen, die solche Konfrontationen umgeben, und betont die inhärente Brutalität der Tat. Diese Perspektive lädt die Leser dazu ein, die moralischen Implikationen von Gewalt zu überdenken, selbst wenn sie durch Regeln und Traditionen kodifiziert sind.
Diese Reflexion über die Natur von Duellen wirft Fragen nach den Beweggründen hinter solchen Konfrontationen und der Rolle von Ehre und Tapferkeit auf. Die Vorstellung, dass ein Duell lediglich eine strukturierte Form des Mordes ist, verringert die damit verbundene Erhabenheit und offenbart eine dunklere Realität unter der Oberfläche. Cards Kommentar beleuchtet die Komplexität menschlicher Konflikte und die Art und Weise, wie die Gesellschaft Gewalttaten oft verherrlicht, und drängt zu einer tieferen Untersuchung unserer Werte und der Narrative, die wir rund um den Kampf konstruieren.