Bevor wir die Wissenschaft verstehen, ist es natürlich zu glauben, dass Gott das Universum erschaffen hat.

Bevor wir die Wissenschaft verstehen, ist es natürlich zu glauben, dass Gott das Universum erschaffen hat.


(Before we understand science, it is natural to believe that God created the universe.)

📖 Stephen Hawking

🌍 Englisch

🎂 January 8, 1942  –  ⚰️ March 14, 2018
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Dieses Zitat fasst eine tiefgreifende Perspektive auf die Beziehung zwischen wissenschaftlicher Forschung und angeborenen menschlichen Überzeugungen zusammen. Im Kern erkennt es an, dass sich viele Kulturen und Menschen vor der Entwicklung des wissenschaftlichen Verständnisses ganz natürlich dem Glauben und der göttlichen Schöpfung als Erklärung für die Entstehung des Universums zuwandten. Wenn die Wissenschaft noch in den Kinderschuhen steckt oder Phänomene unverständlich erscheinen, dient der Glaube an einen göttlichen Schöpfer oft als tröstliche und logische Erklärung, die sowohl das menschliche Bedürfnis nach Verständnis als auch nach Sinn erfüllt.

Mit der Erweiterung der wissenschaftlichen Erkenntnisse werden jedoch oft traditionelle, im Glauben verwurzelte Vorstellungen in Frage gestellt. Für viele bedeutet dieser Fortschritt keinen Konflikt, sondern ein komplementäres Streben nach Wahrheit – die Wissenschaft erklärt das „Wie“ des Universums und die Religion befasst sich mit dem „Warum“. Der Übergang vom Glauben an einen göttlichen Schöpfer zum Verständnis kosmischer Prozesse durch Physik, Astronomie und Biologie ist ein Beispiel für unser sich entwickelndes Streben nach Verständnis.

Interessanterweise unterstreicht dieses Zitat auch die natürliche Tendenz des Menschen, im Universum nach Kausalität und Sinn zu suchen. Vor der empirischen Untersuchung waren Mythen und göttliche Geschichten die Standarderklärungen, die sowohl einen Sinn für Ordnung als auch einen moralischen Rahmen boten. Mit dem Aufkommen der wissenschaftlichen Methodik verändert sich diese erkenntnistheoretische Landschaft, doch das Staunen und die Neugier bleiben bestehen und spiegeln den tiefen menschlichen Wunsch wider, unsere Ursprünge zu verstehen.

Letztendlich erinnert uns diese Aussage daran, dass wissenschaftlicher Fortschritt und Glaube nicht unbedingt im Widerspruch zueinander stehen, sondern als Stufen in der intellektuellen Entwicklung des Menschen betrachtet werden können. Es lädt zum Nachdenken über die Demut ein, die erforderlich ist, um die Grenzen des aktuellen Verständnisses zu akzeptieren, und ermutigt zu einem kontinuierlichen Streben nach Wissen, das Staunen mit empirischen Beweisen verbindet.

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Dezember 25, 2025

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