Jedes Mal, wenn sich das DSM auf eine neue Ausgabe vorbereitet, setzen sich unzählige Gruppen dafür ein, dass ihre jeweilige psychische Erkrankung im Diagnosehandbuch anerkannt wird. Sicherlich ist dies ein soziales und kulturelles Phänomen.

Jedes Mal, wenn sich das DSM auf eine neue Ausgabe vorbereitet, setzen sich unzählige Gruppen dafür ein, dass ihre jeweilige psychische Erkrankung im Diagnosehandbuch anerkannt wird. Sicherlich ist dies ein soziales und kulturelles Phänomen.


(Every time the DSM prepares for a new edition, there are countless groups lobbying to get their particular mental illness recognized by the diagnostic manual. Surely, this is a social and cultural phenomenon.)

📖 Siri Hustvedt

🌍 Amerikanisch  |  👨‍💼 Romancier

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Dieses Zitat verdeutlicht, dass die Definition von psychischen Erkrankungen häufig von gesellschaftlichen und kulturellen Faktoren und nicht von rein wissenschaftlichen Erkenntnissen beeinflusst wird. An der Aktualisierung von Diagnosehandbüchern wie dem DSM sind verschiedene Interessengruppen beteiligt, die Anerkennung und Legitimität für ihre Erkrankungen anstreben, die vorherrschende gesellschaftliche Normen, Vorurteile und kulturelle Narrative widerspiegeln können. Es wirft wichtige Fragen zur Objektivität von Diagnosen zur psychischen Gesundheit auf und wie der kulturelle Kontext unser Verständnis von psychischem Wohlbefinden beeinflusst. Das Erkennen dieser Dynamik ist von entscheidender Bedeutung, um die psychische Gesundheit sowohl mit wissenschaftlicher Genauigkeit als auch mit kultureller Sensibilität anzugehen und anzuerkennen, dass Diagnosen nicht nur klinische Bezeichnungen, sondern auch von der Zeit geprägte soziale Konstrukte sind.

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Januar 07, 2026

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