Ich hatte kein finanzielles Bedürfnis und war nicht besonders begabt in Beziehungen. Wahrscheinlich ähnelte ich eher dem, was wir unter Jungen verstehen: schwer zu fassen und misstrauisch gegenüber Engagement.
(I didn't have a financial need, and I wasn't very gifted at relationships. I probably was more like what we think of boys as being: hard to pin down and wary of commitment.)
Dieses Zitat von Candice Bergen bietet eine nachdenkliche Reflexion über Identität und die Erwartungen, die mit Geschlechterrollen verbunden sind, insbesondere jene, die auf Jungen projiziert werden. Es unterstreicht die persönliche Anerkennung der eigenen Kämpfe und Eigenschaften in Bezug auf gesellschaftliche Stereotypen. Bergen gibt zu, dass es ihnen an finanziellen Bedürfnissen und Fähigkeiten in Beziehungen mangelt, die oft als entscheidende Aspekte des Erwachsenenlebens und des persönlichen Erfolgs angesehen werden. Was am meisten auffällt, ist der Vergleich mit dem herkömmlichen Bild von Jungen als schwer fassbaren und misstrauischen Jungen, was darauf hindeutet, dass ihre eigene Persönlichkeit – oder vielleicht die Wahrnehmung davon – mit diesen Eigenschaften übereinstimmt.
Das Zitat lädt uns dazu ein, darüber nachzudenken, wie stark unser Verhalten von kulturellen Erwartungen beeinflusst oder sogar eingeschränkt wird. Indem sie ihre eigene Natur mit einem Geschlechterstereotyp gleichsetzt, stellt Bergen auf subtile Weise die Vorstellung in Frage, dass emotionale Verfügbarkeit oder finanzielle Leistungsfähigkeit streng geschlechtsspezifische Merkmale seien. Es öffnet die Tür für die Frage, wie gesellschaftliche Annahmen das individuelle Selbstbewusstsein und Verhalten beeinflussen können. Vielleicht deutet sie eine unbemerkte Gemeinsamkeit zwischen den Geschlechtern an, sobald gesellschaftliche Etiketten abgestreift werden.
Darüber hinaus findet der Ausspruch „schwer zu fassen und misstrauisch gegenüber Engagement“ großen Anklang, da diese Gefühle nicht nur Jungen oder Mädchen vorbehalten sind, sondern universelle menschliche Erfahrungen sind. Unabhängig vom Geschlecht kämpfen viele Menschen mit dem Problem, Kontakte zu knüpfen, sich zu öffnen oder Verpflichtungen einzuhalten. Durch dieses offene Eingeständnis fördert Bergen ein Gefühl der Empathie und des Verständnisses und erkennt die menschliche Komplexität ohne Urteil an.
Letztendlich dient dieses Zitat als subtile Erinnerung daran, über stereotype Boxen hinauszuschauen, gemeinsame Schwachstellen zu erkennen und Individualität ohne vorgefasste Meinungen zu schätzen.