Im Amerika des 21. Jahrhunderts sind unsere Geschichten ein und dieselben geworden: Wir arbeiten, um zu konsumieren, wir leben, um zu konsumieren, wir sind, was wir konsumieren.
(In twenty-first-century America, our stories have become one and the same: we work to consume, we live to consume, we are what we consume.)
Sandra Tsing Lohs Beobachtung fängt eine tiefgreifende Wahrheit über die heutige amerikanische Gesellschaft ein und betont die tiefe Verflechtung zwischen Identität und Konsum. In diesem Zitat hebt sie hervor, wie sich unser Leben um Arbeits- und Konsumzyklen dreht, und schlägt eine Kultur vor, in der materielle Besitztümer und Konsumgewohnheiten nicht nur Aktivitäten, sondern wesentliche Bestandteile unserer Selbstdefinition sind. Im 21. Jahrhundert drängen wirtschaftliche und soziale Strukturen den Einzelnen häufig zu einem unermüdlichen Streben nach Gütern und Erfahrungen, die angeblich Glück oder Status bringen. Dieses Zitat kritisiert diese Vorstellung jedoch sanft und deutet auf eine Homogenisierung persönlicher Erzählungen hin, bei der einzelne Geschichten verschwimmen und sich hauptsächlich auf konsumzentrierte Geschichten reduzieren. Dieser Zyklus kann andere bedeutungsvolle Kategorien des Daseins wie Kreativität, Gemeinschaft und Selbstwachstum in den Schatten stellen und Menschen zu Konsumenten und nicht zu Menschen mit vielen Facetten degradieren.
Der Satz „Wir sind, was wir konsumieren“ ist eine ergreifende Umkehrung des traditionellen Aphorismus „Du bist, was du isst“ und erweitert das Konzept um den Konsum über Lebensmittel hinaus – bei denen es sich um Produkte, Medien oder Lebensstile handeln kann. Es unterstreicht die Idee, dass Konsum unsere Identität prägt und unsere Werte, Prioritäten und sozialen Verbindungen beeinflusst. Wenn man dies liest, muss man über die psychologischen und kulturellen Auswirkungen von Kapitalismus und Konsumismus nachdenken und stellt sich die Frage, wie nachhaltig oder erfüllend diese Identitätsmuster tatsächlich sind. Noch wichtiger ist, dass es einen Aufruf zur Selbstbeobachtung darüber auslöst, wie wir unsere Geschichten und Werte aus dem Griff des Konsumismus befreien können, um ein authentischeres und abwechslungsreicheres Leben zu führen.