Kim Kardashians Ehe mit Kris Humphries dauerte bekanntermaßen 72 Tage und die Boulevardzeitungen berichteten, dass es dabei nur um die hohen Summen ginge, die Zeitschriften für die Brautfotos zahlten: Es ist ein Spektakel einer zukünftigen Braut als Unternehmerin, nicht als romantische Heldin; Der Bräutigam ist in diesem Szenario nichts anderes als eine Requisite.
(Kim Kardashian's marriage to Kris Humphries famously lasted 72 days, and was reported in the tabloids as being all about the big bucks paid by magazines for the bridal photos: it is a spectacle of a bride - to - be as entrepreneur, not as romantic heroine; the groom, in this scenario, is nothing but a prop.)
---Naomi Wolf---
Dieses Zitat wirft ein Licht auf den oft performativen Charakter von Promi-Beziehungen, insbesondere auf die Art und Weise, wie sie zu kommerzialisierten Spektakeln für den öffentlichen Konsum werden. Es beleuchtet eine kritische Perspektive auf die Institution Ehe, betrachtet durch die Linse der Medien und des Kapitalismus. Anstelle einer romantischen Verbindung, die auf einer innigen Verbindung basiert, wird die Ehe als strategischer Geschäftsschritt dargestellt, bei dem die Braut die Rolle einer Unternehmerin übernimmt, die von der unstillbaren Gier der Massenmedien nach Spektakel profitiert. Diese Rahmung degradiert den Bräutigam zu einer bloßen Requisite, löscht seine persönliche Handlungsfähigkeit aus und reduziert die Beziehung zu einer Transaktionsfassade, die darauf abzielt, öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen und Profit zu generieren.
In einem breiteren Kontext lenkt dies die Aufmerksamkeit auf die Schnittstelle zwischen persönlichem Leben und öffentlichem Image in der heutigen Gesellschaft, insbesondere bei Prominenten. Das Zitat unterstreicht, wie private Erlebnisse zu kuratierten Darbietungen werden, die oft eher durch finanzielle Anreize als durch authentische emotionale Bindungen getrieben werden. Es kritisiert die gesellschaftliche Faszination für die Promi-Kultur und die Rolle der Medien bei der Gestaltung und Aufrechterhaltung solcher Narrative. Wichtig ist, dass es die Leser dazu aufruft, über die Konsequenzen solcher öffentlichen Spektakel für die beteiligten Personen nachzudenken, die möglicherweise weniger als Menschen, sondern eher als Bestandteile einer kommerzialisierten Erzählung gesehen werden.
Insgesamt lädt das Zitat zum Nachdenken darüber ein, wie wirtschaftliche Kräfte und Medienerzählungen die menschlichen Beziehungen heute beeinflussen und die Schönheit und Aufrichtigkeit, die traditionell mit Intimität und Ehe verbunden sind, untergraben könnten.