Mama: Aber es könnte etwas passieren. Etwas, das alles verändern könnte. Wer weiß, was es sein könnte, aber es könnte sich lohnen, darauf zu warten! {Jessie antwortet nicht.} Versuchen Sie es noch zwei Wochen lang. Jessie: Nein, Mama. Mama: Ich werde dir mehr Aufmerksamkeit schenken. Sag die Wahrheit, wenn du mich fragst. Lassen Sie sich zu Wort kommen. Jessie: Nein, Mama. So komme ich zu Wort. So sage ich, was ich über ALLES gedacht habe, und sage Nein. Zu Dawson und Loretta und den Rotchinesen und Epilepsie und Ricky und Cicel und dir. Und ich. Und Hoffnung. Ich sage Nein.

Mama: Aber es könnte etwas passieren. Etwas, das alles verändern könnte. Wer weiß, was es sein könnte, aber es könnte sich lohnen, darauf zu warten! {Jessie antwortet nicht.} Versuchen Sie es noch zwei Wochen lang. Jessie: Nein, Mama. Mama: Ich werde dir mehr Aufmerksamkeit schenken. Sag die Wahrheit, wenn du mich fragst. Lassen Sie sich zu Wort kommen. Jessie: Nein, Mama. So komme ich zu Wort. So sage ich, was ich über ALLES gedacht habe, und sage Nein. Zu Dawson und Loretta und den Rotchinesen und Epilepsie und Ricky und Cicel und dir. Und ich. Und Hoffnung. Ich sage Nein.


(Mama: But something might happen. Something that might change everything. Who knows what it might be, but it might be worth waiting for! {Jessie doesn't respond.} Try if for two more weeks. Jessie: No, Mama. Mama: I'll pay more attention to you. Tell the truth when you ask me. Let you have your say. Jessie: No, Mama. This is how I have my say. This is how I say what I thought about it ALL and I say No. To Dawson and Loretta and the Red Chinese and epilepsy and Ricky and Cicel and you. And me. And hope. I say No.)

📖 Marsha Norman


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Dieser Auszug aus „(Nacht, Mutter)“ von Marsha Norman fängt einen kraftvollen Moment des Trotzes und der emotionalen Komplexität ein. Die Szene offenbart Jessies festes Bekenntnis zur Unabhängigkeit und die Bedeutung ihrer Stimme in einer Situation, in der sie sich missverstanden oder ungehört fühlt. Ihre wiederholte Aussage „Nein“ unterstreicht eine Haltung der Ablehnung – nicht nur gegen einzelne Entitäten oder Ideen, sondern auch gegen die Umstände und Gefühle, die sie zu Entscheidungen zwingen könnten, mit denen sie sich nicht wohl fühlt. Die Interaktionen zwischen Jessie und ihrer Mutter spiegeln eine tiefere Spannung wider: ein Tauziehen zwischen der Fürsorge einer Mutter und der Autonomie ihrer Tochter. Jessies unerschütterliche Aussage verkörpert ihr Bedürfnis, die Kontrolle über ihr Leben zu erlangen, sich Diktaten zu widersetzen und ihre Perspektiven zu respektieren – selbst wenn sie unangenehm oder schmerzhaft sind. Es beleuchtet auch Themen wie Verzweiflung, Ermächtigung und den Wunsch, wichtig zu sein. Aus emotionaler Sicht zeigt das Zitat, wie wichtig es ist, unseren Gefühlen eine Stimme zu geben, insbesondere wenn wir vor schwierigen Entscheidungen oder Unterdrückung stehen. Jessies Kühnheit verkörpert den Kampf um Selbstverwaltung angesichts von Erwartungen, gesellschaftlichen Normen und familiärem Druck. Die sich wiederholende Struktur unterstreicht ihre Überzeugung und die Schwere ihrer Entscheidung und macht es zu einer ergreifenden Reflexion über die Komplexität von psychischer Gesundheit, freiem Willen und persönlicher Integrität. Insgesamt hat die Szene eine tiefe Resonanz und erinnert uns daran, dass das „Nein“-Sagen oft ein wesentlicher Akt der Selbsterhaltung und Authentizität inmitten von Chaos und Verwirrung sein kann.

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Juni 25, 2025

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