Meistens haben wir Angst, weil wir uns machtlos fühlen. Wir fühlen uns machtlos, behaupte ich, aufgrund eines Denkstils, der Informationen in zwei Pole spaltet und uns dadurch alle operativen Informationen verlieren lässt, die wir zur Lösung des Problems benötigen.

Meistens haben wir Angst, weil wir uns machtlos fühlen. Wir fühlen uns machtlos, behaupte ich, aufgrund eines Denkstils, der Informationen in zwei Pole spaltet und uns dadurch alle operativen Informationen verlieren lässt, die wir zur Lösung des Problems benötigen.


(We mostly feel fearful because we feel powerless. We feel powerless, I contend, because of a style of thinking that splits information in two poles that makes us lose all the operative information we need to solve the problem.)

📖 Patricia Sun

🌍 Amerikanisch  |  👨‍💼 Autor

(0 Bewertungen)

Dieses Zitat befasst sich mit der komplizierten Beziehung zwischen Angst, Macht und der Art und Weise, wie wir Informationen verarbeiten. Dies deutet darauf hin, dass unser Angstgefühl größtenteils auf dem Gefühl der Machtlosigkeit beruht, einem Zustand, der oft in unseren kognitiven Strukturen verwurzelt ist. Die Vorstellung, dass unser Denkstil Informationen in zwei gegensätzliche Pole aufteilt – etwa Gut gegen Böse, Erfolg gegen Misserfolg oder richtig gegen falsch – kann eine mentale Falle sein. Wenn unsere Wahrnehmung Informationen in dichotome Kategorien fragmentiert, neigen wir dazu, die nuancierten Details zu übersehen, die für eine effektive Problemlösung von entscheidender Bedeutung sind. Dieses binäre Denken vereinfacht komplexe Sachverhalte auf Schwarz und Weiß und gibt uns das Gefühl, Lösungen seien entweder völlig erreichbar oder völlig unerreichbar, was das Gefühl der Hilflosigkeit verstärkt.

Die Implikation hier ist tiefgreifend. Wenn wir diese polarisierte Denkweise überwinden können, könnten wir die Fähigkeit freisetzen, das gesamte Spektrum an Möglichkeiten zu erkennen und so Einblicke und praktische Schritte zur Bewältigung von Herausforderungen zu gewinnen. Die Erkenntnis, dass viele Probleme nicht binärer Natur sind, sondern mehrere Faktoren beinhalten, kann uns Kraft geben. Dieser Ansatz fördert eine Denkweise der Anpassungsfähigkeit und Offenheit, die Ängste abbaut und das Selbstvertrauen stärkt.

Letztendlich ermutigt das Zitat zu einer Abkehr von einschränkenden mentalen Modellen hin zu integrativerem und flexiblerem Denken. Dies kann das Gefühl der Machtlosigkeit verringern, indem es uns mit einem umfassenderen Verständnis und operativeren Informationen ausstattet. Diese Perspektive steht im Einklang mit kognitiv-verhaltensbezogenen und psychologischen Strategien, die darauf abzielen, Angst zu reduzieren und die Belastbarkeit zu erhöhen, und unterstreicht die Bedeutung der Kognition für die emotionale Regulierung und Problemlösung.

Page views
84
Aktualisieren
Dezember 25, 2025

Rate the Quote

Kommentar und Rezension hinzufügen

Benutzerrezensionen

Basierend auf 0 Rezensionen
5 Stern
0
4 Stern
0
3 Stern
0
2 Stern
0
1 Stern
0
Kommentar und Rezension hinzufügen
Wir werden Ihre E-Mail-Adresse niemals an Dritte weitergeben.