Wenn ich schreibe, erfahre ich den Krimi erst nach etwa zwei Dritteln. Bis dahin weiß ich genauso wenig wie mein Detektiv. Ich erfinde es einfach im Laufe der Zeit. Eigentlich ist es nervenaufreibend. Sie werden die Hälfte geschafft haben und Ihr Fazit nicht kennen. Du hast Angst, dass das Ende eines Tages nicht kommen wird. Mir bleiben nur zwei Drittel eines Romans übrig.
(When I'm writing, I won't know whodunnit until maybe two thirds of the way through. Until then, I know as little as my detective. I just make it up as I go along. It's nerve-wracking, actually. You'll be half through and not know your conclusion. You worry one of these days the ending won't come. I'll be left with only two-thirds of a novel.)
Dieses Zitat bietet einen faszinierenden Einblick in den kreativen Prozess eines Schriftstellers und unterstreicht die Unvorhersehbarkeit des Geschichtenerzählens, insbesondere in den Genres Mystery und Detektiv. Der Akt, die endgültige Lösung erst spät in der Schreibreise zu kennen, spiegelt die Erfahrung eines Detektivs innerhalb einer Geschichte wider und betont den Sinn des Entdeckens, anstatt jedes Detail im Voraus zu planen. Dieser organische Ansatz kann sowohl Angst als auch Aufregung hervorrufen. Das Eingeständnis des Autors, dass er das Ende oft erst viel später kennt, unterstreicht, dass das Geschichtenerzählen ein Prozess der Erkundung und Intuition sein kann, anstatt strikt einem vorgegebenen Schema zu folgen. Diese Schreibmethode fördert ein Gefühl der Spontaneität und ermöglicht eine natürliche Entwicklung der Erzählung, was häufig zu authentischeren und ansprechenderen Geschichten führt. Die Sorge, möglicherweise ohne Abschluss den Mittelpunkt zu erreichen, verdeutlicht jedoch die inhärenten Risiken eines solchen Ansatzes – die Sorge, die Richtung zu verlieren oder die Geschichte an Schwung zu verlieren. Trotz dieser Befürchtungen scheinen die Leidenschaft für Entdeckungen und der Nervenkitzel des Erfindens die Ängste zu überwiegen und die Essenz des kreativen Mutes einzufangen. Insgesamt spiegelt das Zitat die Erfahrungen vieler Autoren wider und verkörpert sowohl die Herausforderungen als auch die Freuden des Schaffens aus einem Ort der Unsicherheit und des Vertrauens in die eigenen Instinkte. Es spiegelt die umfassendere Idee wider, dass Geschichtenerzählen eine sich entwickelnde Kunst ist, die Geduld, Flexibilität und die Bereitschaft erfordert, das Unbekannte anzunehmen, um überzeugende Ergebnisse zu erzielen.