Als ich anfing zu schreiben, hatte ich eine idealisierte Vorstellung von meinem Vater als Schriftsteller. Aber je weiter ich fortschreite, desto weniger entsteht eine literarische Rivalität mit ihm. Ich habe sicherlich nicht das Gefühl, dass ich seine Zustimmung brauche, obwohl das vielleicht daran liegt, dass ich zuversichtlich bin, dass ich sie habe.

Als ich anfing zu schreiben, hatte ich eine idealisierte Vorstellung von meinem Vater als Schriftsteller. Aber je weiter ich fortschreite, desto weniger entsteht eine literarische Rivalität mit ihm. Ich habe sicherlich nicht das Gefühl, dass ich seine Zustimmung brauche, obwohl das vielleicht daran liegt, dass ich zuversichtlich bin, dass ich sie habe.


(When I started writing, I did have some idealised notion of my dad as a writer. But I have less and less of a literary rivalry with him as I've gone on. I certainly don't feel I need his approval, although maybe that's because I'm confident that I've got it.)

📖 Paul Theroux

🌍 Amerikanisch  |  👨‍💼 Romancier

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Dieses Zitat bietet einen tiefgreifenden Einblick in die sich entwickelnde Wahrnehmung eines Schriftstellers in Bezug auf seinen Vater und seine eigene kreative Identität. Zu Beginn gibt es eine romantisierte Sicht auf den Vater als einen Inbegriff des Schriftstellers, der die idealen Standards verkörpert und möglicherweise einen Maßstab setzt, den der Sprecher zunächst erfüllen oder übertreffen möchte. Mit fortschreitender Reise des Sprechers nimmt die Vorstellung von Rivalität ab und offenbart eine Reifung in ihrer Beziehung und Selbstwahrnehmung. Die Erkenntnis, dass keine externe Genehmigung mehr erforderlich ist, bedeutet ein wachsendes Selbstvertrauen und eine größere Unabhängigkeit in ihrem Handwerk. Es veranschaulicht einen gemeinsamen Entwicklungsbogen künstlerischer Aktivitäten, bei dem die anfängliche Bewunderung einem authentischeren, selbstdefinierten Sinn für Ziele weichen kann. Der Hinweis, dass dieses Selbstvertrauen aus der Überzeugung resultieren könnte, dass sie bereits die Zustimmung ihres Vaters erhalten haben, fügt eine Nuance hinzu und deutet auf eine Versöhnung mit Identität und Erwartungen hin. Diese vielschichtige Reflexion unterstreicht die Bedeutung der internen Validierung gegenüber der externen Validierung und verdeutlicht, dass persönliches Wachstum häufig eine Neubewertung und Überwindung früher Erwartungen oder Vergleiche erfordert. Insgesamt wird betont, dass der Weg des Schreibens – oder jeder anderen Kunst – darin besteht, sich selbst unabhängig von familiären oder gesellschaftlichen Erwartungen zu verstehen und echtes Selbstvertrauen zu fördern, das auf Selbstbewusstsein und intrinsischem Wert gründet.

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August 01, 2025

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