Ich kannte mich mit Heiligkeit aus, da ich seit meinem vierten Lebensjahr noch nie eine Sonntagsschulstunde verpasst hatte. Aber wenn Juden auch religiös wären, wie könnte unser Nachbar mit dem fettverschmierten Hemd das Wort „verdammt“ über sie verwenden?

Ich kannte mich mit Heiligkeit aus, da ich seit meinem vierten Lebensjahr noch nie eine Sonntagsschulstunde verpasst hatte. Aber wenn Juden auch religiös wären, wie könnte unser Nachbar mit dem fettverschmierten Hemd das Wort „verdammt“ über sie verwenden?


(I knew about holiness, never having missed a Sunday-school class since I started at four years. But if Jews were also religious, how could our neighbor with the grease-grimy shirt use the word 'damn' about them?)

📖 Paul Engle

🌍 Amerikanisch  |  👨‍💼 Dichter

🎂 October 12, 1908  –  ⚰️ March 22, 1991
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Dieses Zitat unterstreicht eindringlich die komplexe und oft widersprüchliche Natur menschlicher Überzeugungen und Verhaltensweisen. Es unterstreicht die Kluft, die zwischen verkündeten religiösen Prinzipien und tatsächlichem Verhalten bestehen kann. Der Erzähler zeigt, dass er sich seiner religiösen Erziehung bewusst ist, da er schon in jungen Jahren fleißig in der Sonntagsschule war, was ein aufrichtiges Bemühen bedeutet, Heiligkeit zu verstehen und zu verkörpern. Wenn man jedoch miterlebt, wie der Nachbar ein abfälliges und profanes Wort über Juden verwendet, entsteht ein Element moralischen Konflikts. Es wirft Fragen nach der wahren Bedeutung von Religiosität auf: Ist es lediglich der Besuch von Religionsunterricht und das Festhalten an äußeren Symbolen des Glaubens oder umfasst es ein tieferes, echtes Gefühl von Mitgefühl, Respekt und Demut? Die Gegenüberstellung der inneren moralischen Maßstäbe des Erzählers mit der voreingenommenen Sprache seines Nachbarn offenbart die Oberflächlichkeit, die manchmal den wahren Glauben verschleiern kann. Darüber hinaus dient die Erwähnung der Kleidung des Nachbarn – das fettverschmierte Hemd – als Symbol sozialer oder wirtschaftlicher Ungleichheit und fordert uns dazu auf, darüber nachzudenken, wie gesellschaftliche Vorurteile und Klassenunterschiede die Wahrnehmung und Beurteilung anderer beeinflussen. Dieses Zitat lädt die Leser dazu ein, darüber nachzudenken, wie wichtig es ist, Überzeugungen mit Taten in Einklang zu bringen, und darüber nachzudenken, ob ihre Worte und Verhaltensweisen wirklich ihre erklärten Werte widerspiegeln. Es kritisiert auf subtile Weise die Tendenz, andere auf der Grundlage äußerer Faktoren oder Stereotypen zu beurteilen, anstatt auf der Grundlage von Empathie und Verständnis. Letztlich erinnert es uns daran, dass Heiligkeit und wahre Religiosität wichtiger sind als äußere Rituale; Sie erfordern Aufrichtigkeit, Demut und die konsequente Ausübung von Freundlichkeit, unabhängig von sozialen oder kulturellen Unterschieden.

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Dezember 25, 2025

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