Wenn ich bin, was ich habe, und wenn ich verliere, was ich habe, wer bin ich dann?
(If I am what I have and if I lose what I have who then am I?)
Dieses Zitat von Erich Fromm lädt uns ein, tief über die Natur unserer Identität und die Gefahren der Selbstdefinition durch materielle Besitztümer oder äußere Errungenschaften nachzudenken. In einer Welt, in der Erfolg oft mit dem gleichgesetzt wird, was wir besitzen oder angesammelt haben, stellt sich die beunruhigende Frage: Was bleibt von uns übrig, wenn diese äußeren Merkmale wegfallen? Es stellt die Vorstellung in Frage, dass unser Wesen an vorübergehende und oft oberflächliche Bindungen gebunden ist.
Aus psychologischer Sicht unterstreicht diese Reflexion die Bedeutung innerer Werte, Überzeugungen und Eigenschaften als Kern wahrer Identität. Bei emotionaler Belastbarkeit, persönlichem Wachstum und Selbstbewusstsein geht es weniger um Besitztümer als vielmehr darum, wer wir grundsätzlich als Individuen sind, wenn wir diese äußeren Schichten abstreifen. Dieses Konzept spiegelt auch existenzielle Themen wider, bei denen die Frage nach dem Selbst über soziale und materielle Dimensionen hinausgeht und zu einer tieferen Erforschung von Sinn und Zweck anregt.
Im praktischen Leben kann dieses Zitat eine Neubewertung der Prioritäten provozieren. Es regt uns an, Zeit und Energie in die Entwicklung von Eigenschaften zu investieren, die ein dauerhaftes Selbstbewusstsein aufbauen – wie Integrität, Mitgefühl, Kreativität und Weisheit. Es warnt vor der Verletzlichkeit, die entsteht, wenn wir unser Selbstwertgefühl und unsere Identität auf etwas gründen, das von Natur aus vergänglich ist, etwa auf Reichtum, Status oder physischen Besitz.
Im Wesentlichen ist Fromms Aussage eine Mahnung, eine Identität zu kultivieren, die auf der inneren Realität und nicht auf einer externen Bestätigung basiert. Es inspiriert zur Suche nach einer Antwort auf die grundlegende Frage: „Wer bin ich?“ Von einem Ort der Authentizität und inneren Tiefe aus, ein Unterfangen, das für echtes Glück und Selbstverwirklichung entscheidend ist.