Meiner Ansicht nach ist Selbstmord nicht wirklich ein Wunsch nach dem Ende des Lebens. „Was ist es dann?“ Es ist der einzige Weg, den ein machtloser Mensch finden kann, um alle anderen dazu zu bringen, von seiner Schande wegzuschauen. Der Wunsch besteht nicht darin, zu sterben, sondern sich zu verstecken.
(In my view, suicide is not really a wish for life to end.'What is it then?'It is the only way a powerless person can find to make everybody else look away from his shame. The wish is not to die, but to hide.)
In „Ender’s Shadow“ präsentiert Orson Scott Card eine ergreifende Perspektive auf Selbstmord. Das Zitat bringt zum Ausdruck, dass es beim Selbstmord weniger um den Wunsch geht, sein Leben zu beenden, sondern vielmehr um den Kampf mit Scham und Ohnmacht. Einzelpersonen können auf diese tragische Tat zurückgreifen, um die Aufmerksamkeit von ihren inneren Kämpfen abzulenken, da sie eher einen Hilferuf als einen echten Wunsch nach dem Tod symbolisiert.
Diese Erkenntnis verdeutlicht die komplexen Emotionen, die mit Selbstmordgedanken einhergehen, und legt nahe, dass das, was viele als Wunsch, dem Leben zu entfliehen, wahrnehmen, tatsächlich auf einer tiefen Sehnsucht, den Schmerz zu verbergen, beruhen könnte. Indem Card es als einen Weg versteht, sich zu verstecken statt zu sterben, fördert er ein empathischeres Verständnis für Menschen in Not und drängt die Gesellschaft, die zugrunde liegenden Probleme zu erkennen, die zu solch drastischen Entscheidungen führen.