Gerechtigkeit kann nur in der Vorstellung gefunden werden.
(Justice is to be found only in imagination.)
Die Aussage „Gerechtigkeit findet man nur in der Vorstellung“ wirft eine tiefgreifende und etwas herausfordernde Perspektive auf das Konzept der Gerechtigkeit auf. Es legt nahe, dass wahre Gerechtigkeit, eine ultimative oder perfekte Form davon, nicht in der praktischen Welt oder in den Unvollkommenheiten menschlicher Gesellschaften liegt, sondern vielmehr im Bereich der Vorstellungskraft. Das bedeutet nicht unbedingt, dass Gerechtigkeit unwirklich oder unerreichbar ist, sondern vielmehr, dass sie als Ideal existiert, als konzeptionelle Vision, die wir anstreben, der wir aber selten in ihrer vollständigen, reinen Form begegnen.
In Wirklichkeit wird Gerechtigkeit oft durch gesellschaftliche Strukturen, Gesetze, menschliche Vorurteile und institutionelle Beschränkungen eingeschränkt. Diese praktischen Rahmenbedingungen sind zwar für die Regierungsführung und die soziale Ordnung notwendig, werden jedoch selten fehlerfrei umgesetzt. Die Vorstellung, dass Gerechtigkeit nur in der Vorstellung zu finden ist, ermutigt uns, über Gerechtigkeit als ein strebendes Ideal und nicht als eine feste Realität nachzudenken. Es lädt zur Selbstbeobachtung der Lücken zwischen dem, was Gerechtigkeit idealerweise sein sollte, und dem, was sie tatsächlich in der Praxis ist, ein.
Diese Perspektive kann zu weiteren Bemühungen zur Verbesserung unserer Systeme und zur Förderung von Gerechtigkeit und Gerechtigkeit führen. Indem wir uns in unserer Vorstellung eine gerechte Gesellschaft vorstellen – frei von bestehenden Ungerechtigkeiten, Vorurteilen oder Einschränkungen – erstellen wir einen mentalen Plan, der Innovation und Reformen fördert. Das Zitat erinnert uns daran, die Gerechtigkeit in unseren Gedanken und Bestrebungen am Leben zu erhalten und weiterzuentwickeln und die Vorstellungskraft als Katalysator für gesellschaftlichen Wandel zu nutzen. Es betont, dass es beim Streben nach Gerechtigkeit nicht nur um konkrete Taten geht, sondern auch um die Werte und Ideale, die wir in uns selbst und in der Gesellschaft pflegen.
Daher drängt die Erkenntnis, dass Gerechtigkeit in erster Linie in der Vorstellungskraft liegt, Einzelpersonen und Gemeinschaften dazu, weiterhin von einer Welt zu träumen und sich dafür einzusetzen, in der Gerechtigkeit vollständiger verwirklicht werden kann, auch wenn der perfekte Staat ewig angestrebt wird.