Unser gewöhnlicher und vernünftiger Dienst für Gott kann tatsächlich im Widerspruch zu unserer völligen Hingabe an ihn stehen.
(Our ordinary and reasonable service to God may actually compete against our total surrender to Him.)
Dieses Zitat beleuchtet die subtile Spannung, die zwischen der Erfüllung unserer täglichen Pflichten und der wirklichen Hingabe an den göttlichen Willen besteht. Oft führen Einzelpersonen fleißig Diensthandlungen aus, die vernünftig und angemessen erscheinen – zum Beispiel in die Kirche gehen, sich ehrenamtlich engagieren oder moralischen Verpflichtungen nachkommen – und dennoch können solche Aktivitäten unbeabsichtigt als Komfortzone dienen, die eine völlige Hingabe verhindert. Wahre Hingabe erfordert, wie Oswald Chambers betont, eine uneingeschränkte Offenheit für die Führung Gottes, auch wenn sie Opfer oder Abweichungen von unserer Routine erfordert. Die Herausforderung besteht darin, die Falle der Selbstzufriedenheit zu vermeiden. „Gutes“ zu tun ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit Kapitulation. Wenn der Dienst zur Routine oder zur Selbstzufriedenheit wird, besteht die Gefahr, dass er eher zu einem Hindernis als zu einer Brücke zu tieferer spiritueller Intimität wird. Echte Hingabe erfordert innere Demut, die Erkenntnis, dass unser Verständnis und unsere Bemühungen begrenzt sind, und das Vertrauen auf Gott genug, um die Kontrolle abzugeben. Es ruft uns auf, zu prüfen, ob unsere Taten von echter Hingabe oder von dem Wunsch geleitet werden, uns gerecht und sicher zu fühlen. Die Balance ist heikel – die Beschäftigung mit guten Werken muss aus einem vor Gott offenen Herzen entstehen, das bereit ist, ihm zu folgen, wohin auch immer er führt, selbst in unbekanntes oder unbequemes Terrain. Die völlige Hingabe fühlt sich oft wie ein Vertrauensvorschuss an, die Konfrontation mit unserem Ego und die Aufgabe der „vernünftigen“ Sicherheitsnetze, an die wir uns klammern. Es ist eine Erinnerung daran, dass unser Dienst, egal wie aufrichtig oder würdig er auch sein mag, auf dem Wunsch nach Intimität mit Gott beruhen muss und nicht auf einem Gefühl der Verpflichtung oder Selbstgenügsamkeit. Letztendlich ermutigt es die Gläubigen, über oberflächliche Handlungen hinaus zu einer transformativen Hingabe zu gelangen, die jeden Teil ihrer Existenz mit Seinem göttlichen Willen in Einklang bringt.