Die Bar. . . ist eine Übung in Einsamkeit. Vor allem muss es ruhig, dunkel, sehr gemütlich sein – und entgegen den modernen Sitten keine Musik jeglicher Art, und sei sie auch noch so leise. Insgesamt sollte es nicht mehr als ein Dutzend Tische geben und einen Kunden, der nicht gerne redet.
(The bar . . . is an exercise in solitude. Above all else, it must be quiet, dark, very comfortable - and, contrary to modern mores, no music of any kind, no matter how faint. In sum, there should be no more than a dozen tables, and a client that doesn't like to talk.)
Dieses Zitat spiegelt eine tiefe Wertschätzung für den kontemplativen und fast heiligen Charakter einer traditionellen Barumgebung wider. Es unterstreicht, wie wichtig es ist, eine Umgebung zu schaffen, die Einsamkeit und Selbstbeobachtung fördert, statt Ablenkung oder Lärm. In einer Welt voller ständiger Aktivität, Hintergrundmusik und sozialem Lärm wird ein solcher Raum zu einem Zufluchtsort für diejenigen, die ruhige Besinnung oder eine Pause vom Chaos suchen. Die Betonung von Dunkelheit und Komfort suggeriert einen Zufluchtsort, in dem man ganz in Gedanken versinken oder einfach die Stille ohne Unterbrechung genießen kann. Die Einzelheiten zur Begrenzung der Anzahl der Tische implizieren eine Vorliebe für Intimität und Exklusivität und die Förderung einer ruhigen Atmosphäre, die Geduld und echte Verbundenheit – oder das Eintauchen in die eigenen Gedanken – fördert. Das Fehlen von Musik, insbesondere leiser Musik, unterstreicht den Wunsch, äußere Reize zu eliminieren, die die beabsichtigte Gelassenheit stören könnten. Dieser Ansatz steht möglicherweise im Einklang mit einer philosophischen Haltung, die Achtsamkeit, tiefe Konzentration und das Bedürfnis nach Umgebungen schätzt, die geistige Klarheit unterstützen. Es deutet auch auf eine gewisse Nostalgie für eine Zeit hin, als Räume wie dieser alltäglicher waren – ein Zufluchtsort vor der Hektik des modernen Lebens. Insgesamt vertritt das Zitat die Idee, dass einige der bedeutungsvollsten Momente durch Stille oder minimale sensorische Eingaben entstehen können, wobei Qualität vor Quantität in der sozialen Interaktion und in der physischen Umgebung steht.
---Luis Bunuel---