Das große Problem unserer modernen Gesellschaft besteht darin, dass wir das Gefühl haben, von der Natur getrennt zu sein. Aber es ist genau das Gegenteil. Wir sind miteinander verbunden und unsere DNA ist dieselbe. Und nur wenn die Menschen das verstehen, wird die Natur kein Hindernis darstellen.
(The big problem of our modern society is that we feel that we are separated from the nature. But it's just the opposite. We are interrelated and our DNA is the same. And only when human beings understand that, the nature will not be obstacle.)
Dieses Zitat von Marina Abramovic unterstreicht eine tiefgreifende Trennung, die einen Großteil der heutigen menschlichen Existenz charakterisiert – das Gefühl der Trennung von der Natur. Es trifft den Kern eines modernen Dilemmas: Wir nehmen uns als von der natürlichen Welt getrennt wahr und positionieren uns oft eher als Eroberer oder Beherrscher denn als Teilnehmer. Diese Denkweise hat zu einer Verschlechterung der Umwelt und einem Verlust der Ehrfurcht vor der Vernetzung des Lebens geführt.
Abramovic betont, dass diese wahrgenommene Trennung eine Illusion sei. Unsere biologische Zusammensetzung, unsere DNA, verbindet uns untrennbar mit jedem anderen Lebewesen und der Umwelt als Ganzes. Diese Wechselbeziehung ist nicht nur physisch, sondern auch zutiefst philosophisch und existenziell. Das Erkennen dieser Vernetzung lädt zu einem Perspektivwechsel ein – von der Betrachtung der Natur als Gegner oder Hindernis hin zur Betrachtung als integraler und unterstützender Teil des menschlichen Lebens.
Das Verständnis dieser Einheit hat praktische und ethische Implikationen. Es kann einen größeren Respekt vor natürlichen Ökosystemen fördern, nachhaltige Praktiken fördern und ganzheitliches Wohlbefinden fördern. Wenn Menschen dieses Verständnis verinnerlichen, betrachten sie Naturkräfte möglicherweise nicht länger als Hindernisse für den Fortschritt, sondern als wesentliche Bestandteile ihrer eigenen Existenz, die Pflege und Achtsamkeit verdienen.
Darüber hinaus kann dieses Bewusstsein Empathie fördern, nicht nur gegenüber anderen Menschen, sondern gegenüber allen Lebensformen – und so ein Gefühl von Verantwortung und Verantwortung fördern. Es fordert das dualistische Denken heraus, das Mensch und Natur trennt, und eröffnet einen Weg zu Harmonie, Nachhaltigkeit und vielleicht spiritueller Erfüllung.
Im Wesentlichen ist dieses Zitat ein Aufruf, uns unserer gemeinsamen Ursprünge und Bestimmung mit der natürlichen Welt bewusst zu werden, und fordert uns auf, unsere Beziehung zu ihr neu zu definieren, bevor die Illusion der Trennung zu weiterer Entrechtung und Verlust führt.