Das Schicksal Syriens steht auf dem Spiel, aber es ist durchaus möglich, dass der Sturz des Assad-Regimes zu Anarchie führen und Syrien in ein zweites Afghanistan verwandeln wird, eine Basis für den antiisraelischen Terrorismus.
(The fate of Syria hangs in the balance, but it is entirely possible that the fall of the Assad regime will result in anarchy and cause Syria to turn into a second Afghanistan, a base for anti-Israel terrorism.)
Das Zitat von Martin Van Creveld unterstreicht die prekäre und volatile Situation, mit der Syrien in einer Zeit eines möglichen Regimewechsels konfrontiert ist. Es macht auf die unbeabsichtigten Folgen des Sturzes festgefahrener Machtstrukturen aufmerksam, ohne dass danach ein klarer Plan für Stabilität und Regierungsführung vorliegt. Der Vergleich mit Afghanistan ist angesichts der Geschichte Afghanistans als gescheiterter Staat, in dem der Extremismus fruchtbaren Boden gefunden hat, besonders aufschlussreich. Diese warnende Perspektive erinnert uns daran, dass der Zusammenbruch eines autoritären Regimes nicht automatisch zu einer besseren oder stabileren Gesellschaft führt. Stattdessen kann es die Nation in Chaos, Warlordismus und extremistische Kontrolle stürzen, was weitreichende Auswirkungen auf die regionale und globale Sicherheit haben kann.
Die Feststellung, dass Syrien möglicherweise ein Stützpunkt für antiisraelischen Terrorismus wird, unterstreicht die geopolitische Sensibilität des Konflikts. Es spiegelt die komplexe Verflechtung lokaler ziviler Konflikte mit umfassenderen internationalen Sicherheitsbedenken wider. Während die Hoffnung auf demokratische Befreiung und Menschenrechte stark und berechtigt ist, stellt dieses Zitat den naiven Optimismus in Frage, indem es die Gefahren von Machtvakua anerkennt, die von extremistischen Gruppen ausgenutzt werden können. Van Crevelds offene Einschätzung zwingt politische Entscheidungsträger, Beobachter und Bürger gleichermaßen, die Komplexität des Regimewechsels in fragilen Staaten und die Bedeutung des Wiederaufbaus nach Konflikten, der internationalen Zusammenarbeit und wachsamer Sicherheitsmaßnahmen zu berücksichtigen.
Letztendlich spiegelt dies eine ernüchternde Realität in internationalen Angelegenheiten wider: Der Weg zu Frieden und Demokratie verläuft oft nicht linear und voller Risiken. Die Zukunft Syriens hängt, wie die vieler konfliktgeschüttelter Nationen, stark davon ab, wie lokale, regionale und internationale Akteure dieses prekäre Gleichgewicht zwischen Untergang und Stabilität meistern.