Zu meiner Überraschung fand ich je mehr ich nach Qi Xiangfu suchte, desto mehr Informationen über ein Leben, das teilweise online gelebt wurde. Er schrieb einmal eine kurze Abhandlung, in der er sich selbst in der dritten Person beschrieb, mit der Formalität, die normalerweise den berühmtesten Schriftstellern Chinas vorbehalten ist.

Zu meiner Überraschung fand ich je mehr ich nach Qi Xiangfu suchte, desto mehr Informationen über ein Leben, das teilweise online gelebt wurde. Er schrieb einmal eine kurze Abhandlung, in der er sich selbst in der dritten Person beschrieb, mit der Formalität, die normalerweise den berühmtesten Schriftstellern Chinas vorbehalten ist.


(To my surprise, the more I searched about Qi Xiangfu, the more I found of a life lived partly online. He once wrote a short memoir in which he described himself in the third person, with the formality usually reserved for China's most famous writers.)

📖 Evan Osnos


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Dieses Zitat verdeutlicht die zunehmend verschwimmenden Grenzen zwischen unserer Offline- und Online-Identität. In einer Zeit, in der digitale Präsenz oft die Wahrnehmung des wirklichen Lebens widerspiegelt oder beeinflusst, veranschaulicht Qi Xiangfus Geschichte, wie moderne Menschen durch digitale Erzählungen vielfältige Existenzen aufbauen. Die Vorstellung, sich selbst in der dritten Person zu beschreiben, insbesondere mit der Formalität, die angesehenen Schriftstellern vorbehalten ist, signalisiert ein tiefes Bewusstsein dafür, wie man wahrgenommen wird und welche Bedeutung der Selbstdarstellung beigemessen wird, auch wenn sie in Online-Räumen verwurzelt ist. Ein solcher Ansatz spiegelt eine kulturelle Mischung wider – Respekt vor der Tradition und gleichzeitig Einbeziehung der modernen Methode des Geschichtenerzählens. Es deutet auch darauf hin, dass Online-Plattformen als Erweiterung der eigenen Identität und möglicherweise als eine Form der Selbstkuration dienen können, bei der Einzelpersonen bestimmte Bilder erstellen und kuratierte Geschichten teilen, um ihr inneres Selbst oder ihre Ambitionen am besten widerzuspiegeln. Dieses Phänomen wirft interessante Fragen zur Authentizität und zum Einfluss virtueller Personas auf unser Verständnis realer Personen auf. Da sich die Grenzen der sozialen Interaktion in digitale Bereiche ausdehnen, werden sich die Menschen ihres Online-Selbst bewusster und betrachten diese Darstellungen oft als ebenso bedeutsam, wenn nicht sogar wichtiger als ihre Offline-Versionen. Qi Xiangfus Ansatz unterstreicht einen umfassenderen gesellschaftlichen Wandel – geschriebenes Wort und digitale Eindrücke verschränken sich und heben persönliche Erzählungen auf eine Ebene kultureller Bedeutung. Dieses Zusammenspiel beeinflusst wahrscheinlich die Wahrnehmung von Identität, Respekt und Individualität in der heutigen Gesellschaft und zeigt, dass unsere digitalen Fußabdrücke mittlerweile integraler Bestandteil unseres ganzheitlichen Selbstverständnisses sind.

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August 23, 2025

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