Ungerecht. Wie oft habe ich dieses Wort benutzt und mich selbst damit beschimpft. Damit meine ich jetzt nur, dass ich nicht den letzten Mut habe zu sagen, dass ich mich weigere, Verstöße gegen mich selbst und zum Teufel mit der Gerechtigkeit zu verantworten.

Ungerecht. Wie oft habe ich dieses Wort benutzt und mich selbst damit beschimpft. Damit meine ich jetzt nur, dass ich nicht den letzten Mut habe zu sagen, dass ich mich weigere, Verstöße gegen mich selbst und zum Teufel mit der Gerechtigkeit zu verantworten.


(Unjust. How many times I've used that word, scolded myself with it. All I mean by it now is that I don't have the final courage to say that I refuse to preside over violations against myself, and to hell with justice.)

📖 Lillian Hellman


🎂 June 20, 1905  –  ⚰️ June 30, 1984
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Dieses kraftvolle Zitat befasst sich mit der komplexen und oft schmerzhaften Beziehung zwischen Gerechtigkeit und persönlicher Integrität. Der Redner denkt über das Wort „ungerecht“ nach, das er zuvor zur Verurteilung äußerer Verfehlungen verwendet hat, nun aber aus einer introspektiveren Perspektive betrachtet. Das Eingeständnis, dass ihnen der ultimative Mut fehlt, die Teilnahme an Handlungen, die ihre eigenen Rechte verletzen, völlig abzulehnen, deutet auf einen tiefgreifenden internen Konflikt hin. Es macht deutlich, dass Menschen Ungerechtigkeit manchmal nicht aus Unwissenheit oder mangelndem Bewusstsein tolerieren, sondern aus Angst, Selbstgefälligkeit oder einem tief verwurzelten Gefühl der Hilflosigkeit. Der Ausdruck „zur Hölle mit der Gerechtigkeit“ offenbart eine Ablehnung traditioneller Vorstellungen von Gerechtigkeit, wenn man sich nicht in der Lage fühlt, das System oder die Umstände, die seine Würde beeinträchtigen, in Frage zu stellen. Dieses Gefühl findet überall Anklang und macht deutlich, wie verletzlich es ist, inmitten systemischer oder persönlicher Unterdrückung für sich selbst einzustehen. Es regt den Leser dazu an, darüber nachzudenken, wie oft gesellschaftliche Mitschuld, Angst und Selbstzweifel ein entschlossenes Vorgehen gegen Ungerechtigkeiten behindern. Darüber hinaus spiegelt es die Idee wider, dass Gerechtigkeit nicht immer rein äußerlich ist; Manchmal beginnt es innerlich, mit der Anerkennung der eigenen Gefühle der Ohnmacht und dem nötigen Mut, sich ihnen zu stellen. Das Zitat lädt zur Selbstbeobachtung darüber ein, ob man sich jemals wirklich berechtigt fühlen kann, sich der Ungerechtigkeit zu widersetzen, ohne sich inneren Ängsten zu stellen, und ob persönliche Rebellionshandlungen letztlich zu umfassenderen Veränderungen führen können. Es unterstreicht die Bedeutung von Selbstbewusstsein und moralischem Mut für das Streben nach persönlicher und gesellschaftlicher Gerechtigkeit und betont, dass der Weg zur Gerechtigkeit oft mit der individuellen Anerkennung und Konfrontation mit inneren Ängsten beginnt.

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Juli 04, 2025

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