Es ist weitaus besser, große Dinge zu wagen, glorreiche Triumphe zu erringen, auch wenn sie von Misserfolgen geprägt sind ... als sich auf die Seite dieser armen Geister zu stellen, die weder viel genießen noch leiden, weil sie in einem grauen Zwielicht leben, das weder Sieg noch Niederlage kennt.
(Far better is it to dare mighty things, to win glorious triumphs, even though checkered by failure... than to rank with those poor spirits who neither enjoy nor suffer much, because they live in a gray twilight that knows not victory nor defeat.)
Dieses Zitat von Theodore Roosevelt plädiert eloquent für den Mut, trotz der realen Möglichkeit des Scheiterns nach Größe zu streben. Es spiegelt den Leistungsdrang des menschlichen Geistes und die bittersüße Natur ehrgeiziger Unternehmungen wider. Es liegt eine tiefe Weisheit in der Erkenntnis, dass Scheitern ein untrennbarer Bestandteil des Versuchs ist, etwas Bedeutendes zu unternehmen. Roosevelt legt mehr Wert auf die Erfahrung des Wagemuts und des Strebens – selbst bei Rückschlägen – als auf ein Leben in vorsichtiger Stagnation, in dem nie etwas Großes versucht wird und in dem folglich nie wahrer Erfolg oder Misserfolg zu spüren ist.
Die „armen Geister“, von denen Roosevelt spricht, leben in einer „grauen Dämmerung“, eine Metapher, die die Langeweile und Sicherheit eines passiven Lebens ohne Risiko und echte Emotionen einfängt. Diese Menschen erleben weder den Nervenkitzel eines Sieges noch das Wachstum, das eine Niederlage mit sich bringen kann. In diesem Sinne ermutigt Roosevelt dazu, das Risiko nicht wegen rücksichtsloser Abenteuer anzunehmen, sondern wegen der Tiefe menschlicher Erfahrung und Erfüllung, die es bietet. Es ist ein Aufruf, mutig zu leben, durch Handeln nach Sinn zu suchen und das gesamte Spektrum der Ergebnisse als wertvolle Teile der eigenen Reise zu akzeptieren. Diese Perspektive spiegelt sich tief in allen Aspekten des Lebens wider – persönliche Ziele, berufliche Ziele, kreative Projekte und darüber hinaus – und erinnert uns daran, dass der Reichtum des Lebens in seinen Versuchen und Erfahrungen liegt, nicht nur in seinen Ergebnissen.