Ich spiele diese Rolle des Künstlers und die Rolle der „Negerin“, die in eine White-Box-Institution kommt. Es ist eine Art selbsternannte Rolle: die selbsternannte Negerin.

Ich spiele diese Rolle des Künstlers und die Rolle der „Negerin“, die in eine White-Box-Institution kommt. Es ist eine Art selbsternannte Rolle: die selbsternannte Negerin.


(I am performing this role of the artist and this role of the 'negress' coming into a white-box institution. It's kind of a self-appointed role: the self-designated negress.)

📖 Kara Walker

🌍 Amerikanisch  |  👨‍💼 Künstler

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Dieses Zitat unterstreicht die komplexe performative Natur der Identität, insbesondere in Kontexten, in denen sich Rasse und Kunst überschneiden. Der Sprecher, wahrscheinlich ein Künstler, übernimmt bewusst Rollen, die die Rassenidentität verkörpern, insbesondere die einer „Negerin“, ein Begriff, der historisch mit rassistischen Stereotypen und beleidigenden Konnotationen behaftet ist. Der Akt der Selbsternennung deutet auf eine bewusste Infragestellung traditioneller Machtstrukturen und gesellschaftlicher Normen hin, die in Kunstinstitutionen verankert sind, die oft überwiegend weiß und eurozentrisch sind. Durch die bewusste „Ausführung“ einer Rassenidentität stellt der Künstler nicht nur die Authentizität und die Grenzen der Rassendarstellung in Frage, sondern legt auch die Rassendynamik innerhalb kultureller Räume offen. Diese Selbstidentifikation kann als eine Form des Widerstands interpretiert werden, der die Entscheidungsfreiheit darüber behauptet, wie Rassenidentität ausgedrückt und wahrgenommen wird. Es bringt die Intersektionalität von Rasse, Kunst und Institutionskritik ans Licht. Die Verwendung des Begriffs „White-Box-Institution“ unterstreicht zusätzlich die Idee eines transparenten, möglicherweise restriktiven Raums, der solche Aufführungen möglicherweise erleichtert oder erschwert. Insgesamt verkörpert das Zitat eine provokante Haltung zur Rassenidentität als performativem Akt und drängt den Betrachter dazu, darüber nachzudenken, wie Institutionen der Kunst und Gesellschaft Rassenstereotypen aufrechterhalten oder deren Subversion ermöglichen. Der performative Ansatz drängt zum Nachdenken über Authentizität, Repräsentation und die Machtdynamik, die unser Verständnis von Rasse und Kultur innerhalb dieser engen Rahmenbedingungen prägt.

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Dezember 25, 2025

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