Das Gesetz selbst wird entweder suspendiert oder als Instrument angesehen, das der Staat bei der Einschränkung und Überwachung einer bestimmten Bevölkerung verwenden kann. Der Staat unterliegt nicht der Rechtsstaatlichkeit, aber das Gesetz kann taktisch und teilweise ausgesetzt oder eingesetzt werden, um den Anforderungen eines Staates zu entsprechen, der immer mehr anstrebt, um seinen Exekutiv- und Verwaltungsbefugnissen souveräne Macht zuzuweisen. Das Gesetz wird im Namen der Souveränität der Nation suspendiert, wo die Souveränität die Aufgabe eines Staates bezeichnet, seine eigene Territorialität zu bewahren und zu schützen.
(Law itself is either suspended, or regarded as an instrument that the state may use in the service of constraining and monitoring a given population; the state is not subject to the rule of law, but law can be suspended or deployed tactically and partially to suit the requirements of a state that seeks more and more to allocate sovereign power to its executive and administrative powers. The law is suspended in the name of sovereignty of the nation, where sovereignty denotes the task of any state to preserve and protect its own territoriality.)
In Judith Butlers "prekärem Leben" diskutiert der Autor die komplexe Beziehung zwischen Recht und staatlicher Macht. Sie argumentiert, dass das Gesetz nicht immer ein unparteiischer Satz von Regeln ist; Stattdessen kann es vom Staat vorübergehend suspendiert oder manipuliert werden, um seine Bevölkerung zu kontrollieren und zu überwachen. Dies deutet darauf hin, dass der Staat häufig außerhalb der Grenzen gesetzlicher Einschränkungen arbeitet und das Gesetz als Instrument nutzt, um seine Ziele zu fördern und gleichzeitig seine Autorität auszuüben.
Butler betont, dass der Begriff der nationalen Souveränität eine entscheidende Rolle in dieser Dynamik spielt. Der Staat rechtfertigt die Aussetzung des Rechts im Namen des Schutzes seiner territorialen Integrität und der Erhaltung seiner Macht. Infolgedessen wird das Gesetz zu einem selektiven Instrument, das der Staat zur Durchsetzung seines Willens und nicht zu einem einheitlichen Mechanismus der Gerechtigkeit verwendet hat, wodurch Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die individuellen Rechte und die Rechtsstaatlichkeit in der Gesellschaft hervorgerufen werden.