Es gab kein letztes Tier, das ich behandelt habe. Als junge Bauernjungen anfingen, mir über das Tor auf ein Feld oder einen Schweinestall zu helfen, um sicherzustellen, dass der Alte nicht stürzte, begann ich darüber nachzudenken, in den Ruhestand zu gehen.

Es gab kein letztes Tier, das ich behandelt habe. Als junge Bauernjungen anfingen, mir über das Tor auf ein Feld oder einen Schweinestall zu helfen, um sicherzustellen, dass der Alte nicht stürzte, begann ich darüber nachzudenken, in den Ruhestand zu gehen.


(There was no last animal I treated. When young farm lads started to help me over the gate into a field or a pigpen, to make sure the old fellow wouldn't fall, I started to consider retiring.)

📖 James Herriot

🌍 Britisch  |  👨‍💼 Schriftsteller

🎂 October 3, 1916  –  ⚰️ February 23, 1995
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Dieses Zitat bringt die bittersüße Erfahrung des Alterns und die ergreifende Erkenntnis, die mit dem Lauf der Zeit einhergeht, wunderbar auf den Punkt. Es spricht von einem Moment der Selbsterkenntnis, in dem der Autor, vermutlich ein Tierarzt oder Landwirt, die subtilen Anzeichen dafür erkennt, dass er von seiner lebenslangen Arbeit Abstand nehmen muss. Das Bild der „jungen Bauernjungen“, die dem älteren Menschen helfen, ist tiefgründig – es symbolisiert nicht nur körperliche Hilfe, sondern auch die Übergabe von Verantwortung, eine Anerkennung, dass die alte Garde nicht mehr auf dem Höhepunkt ist. Der Ruhestand wird hier nicht nur als eine persönliche Entscheidung dargestellt, sondern als eine Notwendigkeit, die durch veränderte Umstände und das unausweichliche Herannahen des Alters entsteht. Es gibt eine zärtliche Ehrfurcht vor den Tieren, was darauf hindeutet, dass die Karriere des Autors eng mit Fürsorge und Mitgefühl verbunden ist. Seine Überlegung, dass „kein letztes Tier“ behandelt wurde, deutet auf eine nahtlose Reise in seinem Beruf hin – eine, die nicht abrupt mit einem großen Finale endete, sondern sanft in eine ruhigere Lebensphase überging. Dieses Zitat findet bei jedem Anklang, der die Würde des Alterns und die emotionale Komplexität versteht, die mit dem Ausstieg aus der lebenslangen Arbeit verbunden ist. Es erinnert uns daran, wie wichtig es ist, die Hilfe anderer anzunehmen, unsere Grenzen zu erkennen und zu wissen, wann wir beiseite treten und die Fackel an die nächste Generation weitergeben müssen. Letztendlich ist das Zitat eine schöne Meditation über Dienen, Demut und die Zyklen von Leben und Arbeit.

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Dezember 25, 2025

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