Als Instagram-Model darfst du auf keinen Fall einfach Bilder von dir im Bikini posten, nur damit die Leute dich im Bikini sehen – selbst wenn du genau das tust. Nein, Sie müssen diese Fotos mit einem inspirierenden Zitat versehen, damit die Leute wissen, dass Sie nicht nur ein Arsch, sondern ein verdammter Philosoph sind.
(To be an Instagram model, you absolutely cannot just post pictures of yourself in a bikini for the sake of people seeing you in a bikini - even if that is exactly what you are doing. No, you need to caption these photos with an inspirational quote so that people will know that you are not just a butt, you're a gosh dang philosopher.)
Dieses Zitat bietet eine humorvolle und dennoch aufschlussreiche Kritik der Social-Media-Kultur, insbesondere der Persönlichkeit, die oft von Influencern und Strebenden auf Plattformen wie Instagram projiziert wird. Es unterstreicht die Tendenz, oberflächliche Inhalte wie physische Fotos mit tieferen, aussagekräftigeren Bildunterschriften zu kombinieren, um den wahrgenommenen intellektuellen oder emotionalen Wert eines Menschen zu steigern. Der zugrunde liegende Kommentar legt nahe, dass sich viele Menschen gezwungen fühlen, ein kuratiertes Bild zu präsentieren, das Attraktivität mit Nachdenklichkeit verbindet, möglicherweise um Bewunderung oder Respekt über das bloße Aussehen hinaus zu erlangen. Es liegt eine gewisse Ironie in der Vorstellung, dass das bloße Posten eines Bildes im Bikini nicht ausreicht; Stattdessen muss man ihm eine inspirierende oder philosophische Bildunterschrift hinzufügen, um die Tiefe des Charakters zu beweisen. Dies spiegelt größere gesellschaftliche Trends wider, bei denen externe Bilder häufig von kuratierten Erzählungen begleitet werden, um eine gewünschte Identität aufzubauen. Das Zitat bringt den Druck zum Ausdruck, vielseitig zu wirken – physische Anziehungskraft, ergänzt durch intellektuelle oder spirituelle Einsichten –, um in den sozialen Medien erfolgreich zu sein. Es weist auch auf den performativen Aspekt der Online-Persönlichkeitsbildung hin, bei dem Authentizität manchmal zweitrangig gegenüber dem Bild sein kann, das man vermitteln möchte. Insgesamt verspottet es die Kultur der Selbstkommerzialisierung und den performativen Charakter der von vielen Influencern angestrebten „Authentizität“ und erinnert uns daran, dass es unter der Oberfläche manchmal einen vielschichtigen Versuch der Selbstdarstellung gibt, der auf Bestätigung abzielt.