Heute hat mich einer der Brüder gefragt: Ist es ein schreckliches Gefängnis, nicht von dem Ort, an dem du stehst, wegziehen zu können? Du hast geantwortet ... Ich habe ihm gesagt, dass ich jetzt freier bin als er. Die Unfähigkeit, mich zu bewegen, befreit mich von der Verpflichtung zu handeln. Ihr, die ihr Sprachen beherrscht, ihr seid solche Lügner.
(Today, one of the brothers asked me: Is it a terrible prison, not to be able to move from the place where you're standing?You answered...I told him that I am now more free than he is. The inability to move frees me from the obligation to act.You who speak languages, you are such liars.)
In diesem Auszug aus Orson Scott Cards „Xenocide“ findet eine ergreifende Diskussion zwischen zwei Brüdern statt. Ein Bruder fragt sich, ob die körperliche Unfähigkeit, sich zu bewegen, mit der Gefangenschaft in einem schrecklichen Gefängnis vergleichbar sei. Der andere Bruder antwortet, dass seine Einschränkungen ihm tatsächlich ein neues Gefühl der Freiheit verliehen haben. Er fühlt sich von den Zwängen und Verpflichtungen befreit, die mit dem aktiven und mobilen Leben einhergehen.
Diese Perspektive stellt das konventionelle Verständnis von Freiheit in Frage. Der Erzähler deutet an, dass es bei wahrer Freiheit möglicherweise nicht nur um körperliche Bewegung geht, sondern auch um die Entscheidungen, denen wir gegenüberstehen, und die Lasten, die wir tragen. Im Wesentlichen kann die Akzeptanz der eigenen Umstände zu einem anderen, vielleicht tieferen Verständnis dessen führen, was es bedeutet, frei zu sein.