Wenn Frauen heute zusammenkommen, ist das nicht unbedingt förderlich. Es ist eine Koalitionsbildung. Und wenn Sie die Belastung spüren, leisten Sie möglicherweise gute Arbeit.
(Today whenever women gather together it is not necessarily nurturing. It is coalition building. And if you feel the strain you may be doing some good work.)
Die Beobachtung von Bernice Johnson Reagon bringt die sich entwickelnde Dynamik von Frauenversammlungen in der heutigen Gesellschaft auf den Punkt. Die Unterscheidung, die sie zwischen Fürsorge und Koalitionsbildung macht, verdeutlicht einen Wandel von der traditionellen Vorstellung, dass die Rolle der Frau lediglich unterstützend oder fürsorglich sei, hin zu einer aktiveren, strategischen Zusammenarbeit, die auf Veränderungen abzielt. Dieses Zitat legt nahe, dass der Zweck, wenn Frauen heute zusammenkommen, oft über die emotionale Unterstützung hinausgeht – es wird zu einem bewussten Versuch, Kräfte zu bündeln, Stimmen zu verstärken und sich für gemeinsame Ziele einzusetzen.
Besonders überzeugend ist die Vorstellung, dass das Gefühl von Überanstrengung ein Hinweis auf wirkungsvolle Arbeit sein könnte. Es wird anerkannt, dass sinnvolle Unternehmungen, insbesondere solche, die bestehende Machtstrukturen oder gesellschaftliche Normen in Frage stellen, selten einfach oder bequem sind. Die Belastung spiegelt die Schwierigkeiten wider, die mit dem Aufbau einer Koalition einhergehen: unterschiedliche Perspektiven in Einklang zu bringen, sich mit festgefahrenen Hindernissen auseinanderzusetzen und angesichts des Widerstands voranzuschreiten. Diese Perspektive bestätigt den emotionalen und physischen Tribut, den ein solcher Aktivismus oder eine solche Zusammenarbeit fordern kann, stellt ihn jedoch eher als Zeichen des Fortschritts denn als Zeichen des Scheiterns dar.
In einem größeren Kontext erinnert uns dieses Zitat an die Bedeutung von Solidarität und zielgerichteter Zusammenarbeit bei der Bewältigung komplexer Themen wie Geschlechtergleichheit, soziale Gerechtigkeit und systemische Veränderungen. Es ermutigt dazu, Unbehagen als Zeichen des Wachstums anzunehmen und unterstreicht die Stärke kollektiven Handelns. Insgesamt können Reagons Worte diejenigen inspirieren und stärken, die sich kontinuierlich für die Schaffung einer gerechteren und integrativeren Gesellschaft engagieren.