Praktisch jeder der rechtsextremen neokonservativen Bush-Beamten – darunter auch Dick Cheney selbst – hat nun jahrelang Obama für die Fortsetzung seiner Terrorpolitik gelobt, die der Senator und Präsidentschaftskandidat Obama einst so scharf anprangerte.
(Virtually every one of the most far-right neocon Bush officials - including Dick Cheney himself - has spent years now praising Obama for continuing their terrorism policies which Obama the Senator and Presidential Candidate once so harshly denounced.)
Dieses Zitat unterstreicht die komplexe und oft widersprüchliche Natur politischer Loyalitäten und politischer Kontinuitäten zwischen verschiedenen Regierungen. Es unterstreicht, wie politische Persönlichkeiten, insbesondere solche, die der neokonservativen Ideologie nahe stehen, parteiische Grenzen überschreiten können, wenn es um bestimmte strategische oder ideologische Prioritäten geht. Die Tatsache, dass diejenigen, die anfangs bestimmte politische Maßnahmen – etwa aggressive Militärinterventionen oder Anti-Terror-Taktiken während der Bush-Ära – verurteilt hatten, ihre Fortsetzung unter Obama nun loben oder unterstützen, offenbart eine pragmatische oder möglicherweise opportunistische Ausrichtung, die sich oft einer direkten ideologischen Konsistenz widersetzt. Es lädt zum Nachdenken über die Natur der politischen Rechenschaftspflicht ein und darüber, ob öffentliche Kritik echt oder lediglich taktisch ist. Das Zitat veranlasst uns auch, die wahren Unterschiede zwischen Regierungen zu hinterfragen, die oft als Gegensätze dargestellt werden, was darauf hindeutet, dass zentrale außenpolitische Entscheidungen vielleicht weniger parteiisch sind und eher auf übergeordnete strategische Ziele ausgerichtet sind, die in nationalen Sicherheitsinteressen verwurzelt sind. Dies kann Skepsis gegenüber der politischen Integrität hervorrufen und die verschwommenen Grenzen in der Politikgestaltung deutlich machen, wo die Rhetorik von der tatsächlichen Politik abweichen kann. Der Übergang von aggressiver Kritik zu Unterstützung kann auch auf interne Veränderungen in der politischen Landschaft, einen Elitenkonsens oder den Einfluss langfristiger strategischer Pläne zurückzuführen sein, die unabhängig davon, wer das Amt innehat, fortbestehen. Solche Beobachtungen sind von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der wahren Triebfedern außenpolitischer Entscheidungen und für die Bedeutung einer genauen Prüfung politischer Rhetorik und politischer Taten. Sie dienen als Erinnerung daran, wachsam gegenüber den Motiven hinter politischer Unterstützung und Opposition zu bleiben, insbesondere in Bereichen, die so folgenreich sind wie die nationale Sicherheit und die globale Stabilität. ---Glenn Greenwald---