Wenn Journalisten „beschuldigt“ wird, „Befürworter“ zu sein, bedeutet das: Sie stellen die DC-Orthodoxen in Frage und weichen von ihnen ab.

Wenn Journalisten „beschuldigt“ wird, „Befürworter“ zu sein, bedeutet das: Sie stellen die DC-Orthodoxen in Frage und weichen von ihnen ab.


(When journalists are 'accused' of being 'advocates', that means: challenging and deviating from DC orthodoxies.)

📖 Glenn Greenwald


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Dieses Zitat bringt treffend die vorherrschende Spannung im Journalismus, insbesondere im politischen Bereich, zum Ausdruck. Der Begriff „Befürworter“ hat in journalistischen Kreisen oft eine negative Konnotation, was einen Verlust an Objektivität oder Neutralität impliziert. Glenn Greenwald weist jedoch darauf hin, dass der Vorwurf der Interessenvertretung nicht dann erhoben wird, wenn Journalisten ein Anliegen ohne Grundlage vertreten, sondern wenn sie fest verwurzelte Überzeugungen und Normen in Frage stellen, die vom politischen Establishment in Washington, D.C. akzeptiert werden. Dies verdeutlicht ein Paradoxon: Journalisten, die sich strikt an vorherrschende Narrative halten, werden selten als Fürsprecher bezeichnet, doch diejenigen, die abweichende Orthodoxien stören, werden mit einer solchen Etikettierung konfrontiert. Das Zitat lädt zum Nachdenken über die Rolle des Journalismus selbst ein – sollte er lediglich über die vorherrschenden Ideologien berichten oder sollte er als Wachhund dienen, der Machtstrukturen hinterfragt? Die Etikettierung von Journalisten als Befürworter kann als Waffe eingesetzt werden, um abweichende Meinungen zum Schweigen zu bringen und mutige Berichterstattung zu delegitimieren, die es wagt, sich den politischen Mainstream-Ideen entgegenzustellen. Damit untergräbt diese Rhetorik die wesentliche demokratische Funktion des Journalismus, Transparenz zu fördern und Behörden zur Rechenschaft zu ziehen. Letztendlich fordert uns das Zitat dazu auf, zu überdenken, was wir von denen erwarten, die über die Nachrichten berichten. Es plädiert für eine differenziertere Wertschätzung journalistischer Interessenvertretung – nicht als Voreingenommenheit, sondern als notwendiger Bestandteil der Wahrheitssuche, wenn diese Wahrheit im Widerspruch zu etablierten Orthodoxien steht. Diese Perspektive ist von entscheidender Bedeutung in einer Zeit, in der unabhängiger Journalismus für eine gesunde und informierte Demokratie immer wichtiger wird.

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Juni 16, 2025

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