Wie traurig ist es, dass diese großen Herren glauben, was ihnen jemand sagt, und sich nicht dazu entschließen, selbst zu urteilen! Aber es ist immer so.
(How sad it is that these great gentlemen should believe what anyone tells them and do not choose to judge for themselves! But it is always so.)
Dieses Zitat von Wolfgang Amadeus Mozart unterstreicht die tiefe Traurigkeit der menschlichen Natur und die Tendenz, Informationen passiv anzunehmen, anstatt sich auf kritisches Denken einzulassen. Es spiegelt die Frustration wider, die entsteht, wenn vermeintlich intelligente oder angesehene Personen kein unabhängiges Urteil fällen. Diese Tendenz, sich ungeprüft auf die Behauptungen anderer zu verlassen, kann als Verzicht auf persönliche Verantwortung und intellektuelle Autonomie angesehen werden.
In der heutigen Zeit, in der die Fülle an Informationen und Fehlinformationen leicht verfügbar ist, bleibt Mozarts Beobachtung bemerkenswert relevant. Es warnt vor der Selbstgefälligkeit und Bequemlichkeit des bedingungslosen Vertrauens in die Worte anderer, was zu Fehlinformationen, Missverständnissen und der Aufrechterhaltung von Unwahrheiten führen kann. Wahre Unterscheidung erfordert Anstrengung, Skepsis und den Mut, von akzeptierten Normen abzuweichen und selbst etablierte Autoritäten in Frage zu stellen.
Darüber hinaus vermittelt der Satz „Aber es ist immer so“ ein resigniertes Eingeständnis, dass dieses Verhalten ein dauerhafter Aspekt der menschlichen Natur ist. Es deutet auf ein zyklisches und anhaltendes Muster hin, bei dem Individuen Leichtigkeit der Anstrengung vorziehen und Trost in der Konformität dem Kampf um unabhängiges Denken vorziehen. Aus dieser Perspektive ermutigt das Zitat zu einem Aufruf, kritische Denkfähigkeiten zu kultivieren, die Eigenständigkeit im Urteil zu fördern und anzuerkennen, dass wahre Weisheit nicht nur im Wissen liegt, sondern im Mut, dieses Wissen persönlich zu bewerten und darüber nachzudenken.
Letztendlich lädt uns Mozart ein, die intellektuelle Unabhängigkeit zu schätzen und die allzu häufige Rücksichtnahme auf externe Meinungen ohne Prüfung zu beklagen, aber auch daraus zu lernen.