Eine meiner lebhaftesten Erinnerungen an die Mitte der 1950er Jahre ist, wie ich weinend in ein Waschbecken voller seifengrauer Babykleidung weinte – es gab keine Waschmaschinen –, während mein gutaussehender und verehrter Mann am Sonntagmorgen mit all den entzückenden jungen Männern, mit denen wir beide drei Jahre zuvor in Cambridge befreundet waren, im Park Fußball spielte.

Eine meiner lebhaftesten Erinnerungen an die Mitte der 1950er Jahre ist, wie ich weinend in ein Waschbecken voller seifengrauer Babykleidung weinte – es gab keine Waschmaschinen –, während mein gutaussehender und verehrter Mann am Sonntagmorgen mit all den entzückenden jungen Männern, mit denen wir beide drei Jahre zuvor in Cambridge befreundet waren, im Park Fußball spielte.


(One of my most vivid memories of the mid-1950s is of crying into a washbasin full of soapy grey baby clothes - there were no washing machines - while my handsome and adored husband was off playing football in the park on Sunday morning with all the delightful young men who had been friends to both of us at Cambridge three years earlier.)

📖 Claire Tomalin

🌍 Englisch  |  👨‍💼 Autor

(0 Bewertungen)

Dieses Zitat bietet einen ergreifenden Einblick in eine vergangene Ära und fängt die alltäglichen Kämpfe und kontrastierenden Momente der Freude der 1950er Jahre ein. Die Bilder vom Weinen in einem mit seifiger, grauer Babykleidung gefüllten Waschbecken rufen ein lebhaftes Gefühl von Hausarbeit und emotionaler Verletzlichkeit hervor. Es deutet auf eine Zeit hin, in der Hausarbeiten arbeitsintensiv waren und es keine modernen Geräte wie Waschmaschinen gab, was einen einfacheren, aber körperlich anstrengenden Lebensstil widerspiegelt. Die Szene unterstreicht auch die emotionale Komplexität der Erfahrung der Erzählerin – die Sorge um ihr Kind mit Gefühlen der Sehnsucht oder vielleicht der Einsamkeit in Einklang zu bringen, während ihr Mann seine Freizeit genießt. Das Detail, dass ihr Mann mit Freunden aus Cambridge im Park Fußball spielt, fügt Nuancen hinzu und deutet auf ein unterstützendes, vielleicht eng verbundenes soziales Umfeld, aber auch auf Momente der Trennung und des persönlichen Opfers hin. Die Erwähnung von Cambridge begründet die Erzählung in einem spezifischen sozialen und pädagogischen Kontext und weist auf den Hintergrund und die Erziehung des Paares hin. Insgesamt schafft das Zitat einen feinen Ausgleich zwischen der Alltäglichkeit sich wiederholender Aufgaben und der nostalgischen Wärme für die Kameradschaft und die sozialen Bindungen dieser Zeit. Es erinnert uns an die mühsame Hausarbeit, mit der Frauen in der Mitte des 20. Jahrhunderts konfrontiert waren und die oft unerkannt blieb, hebt aber auch Widerstandsfähigkeit, Liebe und die vielschichtigen Erfahrungen hervor, die die persönliche Geschichte prägen.

*---Claire Tomalin---"

Page views
96
Aktualisieren
Dezember 25, 2025

Rate the Quote

Kommentar und Rezension hinzufügen

Benutzerrezensionen

Basierend auf 0 Rezensionen
5 Stern
0
4 Stern
0
3 Stern
0
2 Stern
0
1 Stern
0
Kommentar und Rezension hinzufügen
Wir werden Ihre E-Mail-Adresse niemals an Dritte weitergeben.